Gomel Genau 29 Jahre nach der Tragödie des Atomunfalls in Tschernobyl nähert sich der Atomruine im Moment ein verheerender Waldbrand. Da kommen die Hilfsgüter aus unserer Region, wenn auch nicht für diesen Fall vorgesehen, wie gerufen. Zum 29. Jahrestag der Atomkatastrophe konnte Heidi Bentele mit ihrer Initiative Hilfe für Kinder aus Tschernobyl 40 Tonnen an Hilfsgütern in die am meisten betroffene Stadt Gomel schicken. Ein LKW wurde in Illerberg von 30 fleißigen Helfern unter Heidi Grathwohl, die dort seit vielen Jahren mit großem Engagement eine Zweigstelle  der Initiative betreut, mit  1081 wertvollen Lebensmittel- und Kleidungspaketen beladen . Ein weiterer LKW mit fast eben so vielen Lebensmittelpaketen, Kinderrollstühlen und Betten, Rädern und Gehhilfen ging von Aindling aus auf die lange Reise. Inzwischen sind beide LKW am Ziel eingetroffen und wurden dort schon von hunderten Familien sehnsüchtig erwartet.

Anhand zahlreicher Briefe und vieler persönlicher Gespräche mit den Ärzten der Kinderhämatologie hat sich die gesamte wirtschaftliche und gesundheitliche Not in Weißrußland seit der Krise in der Ukraine extrem verschlechtert. Nach wie vor leiden und sterben unzählige Kinder an den Folgen der Radioaktivität. Der verzweifelte Brief einer Mutter spricht für hundert andere betroffene Kinder, die ohne Hilfe aus dem Ausland keine Hoffnung auf eine Zukunft haben.

Deshalb sind diese Hilfstransporte von besonders großer Bedeutung! Nur durch die große Unterstützung von insgesamt 27 Schulen aus dem Aichacher und Augsburger Landkreis konnten hunderte von Lebensmittelpaketen gepackt werden. Dankbar und glücklich möchte sich Heidi Bentele an alle Schuldirektoren, Eltern und Schülern wenden, die diese Aktion für die Tschernobylkinder möglich gemacht hat! Besonderer Dank gilt auch allen Schülern der SMV, die in ihrer Freizeit die Organisation der gesammelten Lebensmittel übernommen und mit viel Empathie unterstützt haben.

Auch bei den Asylbewerbern aus dem Pöttmeser Raum, den vier Schülern aus der Hollenbacher Schule, dem 8-jährigen Michael aus Neukirchen und lieben Freunden aus dem Kreis der Initiative, die mit Begeisterung beim Beladen geholfen haben, möchte sich Heidi Bentele ganz besonders bedanken!

Die betroffenen Kinder aus der Region um Tschernobyl dürfen auch nach 29 Jahren nicht vergessen werden! Unter den  Folgen werden Menschen und Tiere noch hunderte Jahre leiden müssen! "Danke an alle, die gemeinsam mit uns versuchen, Not und Elend zu lindern.", so Bentele.

Am 22. Mai wird sie mit Freunden der Initiative nach Gomel reisen, um sich dort bei den Kindern, deren Müttern und den behandelnden Ärzten über weitere Hilfsmaßnahmen zu informieren.


Quelle: Meitingen.TV